Montag, 13. Februar 2006

Ich muss endlich Nägel mit Köpfen machen

Schon lange, bestimmt schon sechs Monate geht es mir nun richtig dreckig und lange habe ich nicht begriffen warum!

Ich habe aber nach und nach erkannt das ich an Depressionen leide und die sind ziemlich stark.
Ich habe schon so lange nicht mehr gelacht, ich kann auch nicht mehr weinen und mein ganzer Tag zieht sich mühsam durch die Stunden.
Ich fühle mich nur noch wie fernsgesteuert und nicht mehr Herr meines Körpers, dinge die ich im grunde gerne erledigen möchte, packe ich nicht.
Ich kann mich nicht einmal mehr aufraffen alltägliche dinge zu tun.
Der Kleiderschrank meiner Kinder ist fast leer, der Wäschekorb mit schmutziger Wäsche dafür umso voller.

Wichtige Termine versäume ich wissentlich, immer öfter kam es in der letzen Zeit vor das ich die Ergo Therapie meines Sohnes habe sausen lassen, weil ich mich nciht aufraffen konnte mit ihm hinzu gehen, dabei weiss cih wie wichtig das für ihn ist.

Mein ganzer Tag ist einfach nur traurig, ich sehe keinen Sinn in meinem alltag, bis auf meine Kinder.
Meine Kinder sind das einziege derzeit für das ich stark sein möchte und daher möchte ich mich morgen aufraffen und zum Arzt gehen.
Ich habe schon vier Termine versäumt, habe sie vorbeistreichen lassen weil ich nicht die Kraft hatte, mich anzuziehen und zum Arzt zu gehen, dort zu erzählen wie schlecht es mir geht und das ich Depressiv bin, stark depressiv!
...hat das überhaupt einen Sinn?
Ich bekomme dann eine Überweisung und muss mich bei einem Psychologen auf eine Warteliste setzen lassen und die dauern tlw bis zu einem Jahr.
ein Jahr....macht das dann überhaupt noch Sinn? oder bin ich dann schon reif für das Krankenhaus? lebe ich dann überhaupt noch?
Ich kann nicht solange warten. Ich hatte heute wieder einen sehr finsteren Tag und habe das erste mal überlegt, wo meine Kinder hinkommen wenn es mich nicht mehr gäbe.

Ich liebe meine Kinder, ich möchte nicht das sie woanders aufwachsen als bei ihrer Mama, die Mama die sie geboren hat, die ihr Lachen liebt und das blitzen in ihren Augen und die dreimal den schönsten Tag ihrer Lebens erlebte.
Die Mama die sie momentan nur noch entäuscht und die nicht mehr richtig für sie da ist.
die Mama die nur noch mit ach und krach Essen auf den Tisch bekommt, damit die Kinder was bekommen und die selber nichts Essen mag.

Ich mag nicht mehr, ich kann so nicht mehr Leben...ich kann solange nicht warten.

Ich muss mich morgen aufraffen und meine Ärztin ansprechen, ich brauche hilfe...schnell, ganz schnell!
Für meine Kinder und für mich!
Habe ich schon erwähnt das ich meine Kidner liebe? sehr liebe? Sie sind das beste was mir je in meinem Leben passiert ist und es tut mir weh das ich sie z.Zt so entäusche, nicht richtig für sie da bin und den ganzen tag nur auf dem Sofa hocke..gefangen in mir selber und unfähig etwas zu tun, ihnen ein schönes zu Hause zu schaffen und eine Mutter zu sein die sie verdienen!
Ich bin gefagen in meinem eigenen Körper, das bin ich alles nicht...wo bin ich geblieben? Was ist passiert mit mir?
Wie helfe ich mir selber? Wann lebe ich wieder normal?

Ich brauche hilfe!

morgen geh ich zum Arzt..hoffentlich schaffe ich das!
Zelda - 13. Feb, 22:52

Hab gerade deinen Beitrag gelesen. Du schaffst das! Geh morgen wirklich zu einem Arzt. Tue es für deine Kinder und für dich. Sie brauchen dich und denke erst gar nicht dran, wie eine Welt ohne dich für die Kleinen aussieht. Denke daran, wie schön es wäre, wenn du unter deiner Glasglocke, die dich gefangen hält, herauskommst und mit ihnen zusammen dein Leben lebst. Wie du ihnen Liebe und Freude schenkst. Ihr könnt und müsst doch noch so viel gemeinsam erleben.

Du schaffst das. Glaube an dich ganz fest! Es ist mit Sicherheit kein einfacher Weg, aber es ist der beste.

Ich wünsche dir ganz viel Kraft und Mut. Los überwinde dich, bitte!!!

PS: Ich möchte morgen hier lesen, wie dein Besuch beim Arzt war! :-)

Januarkind - 13. Feb, 23:17

Danke dir.
Ich habe es mir fest vorgenommen, wenn nciht für mich dann zumindest meiner Kinder wegen!
Ich hätte nie im Leben geglaubt das mich so etwas trifft und das man im eigenen Körper gefangen sein kann, die Erkentnis tat ziemlich weh und der "schrei" nach Hilfe, ist ziemlcih schwer!
Ich hätte das niemals gedacht..niemals!
Melankomisch - 25. Feb, 22:38

ich bin zufällig auf deinen blog gestoßen und möchte dir ein wenig mut machen... ich finde es klasse, dass du erkannt hast, dass du hilfe brauchst...depression ist keine lapalie und das beste ist, du kannst erfolgreich was dagegen tun... ich las, dass du bei den psychologen deiner umgebung eine wartezeit von 6 Monaten hast... hast du dir schon mal überlegt zu einem neurologen zu gehen und dir fürs erste (vor allen dingen zur überbrückung der wartezeit) ein antidepressivum verschreiben zu lassen? es ist ein umstittenes thema aber ich kann dir aus erfahrung sagen, es hilft tatsächlich und macht in keiner weise abhängig... ich hätte vor etwa drei jahren nicht gedacht, dass ich zu meiner alten form zurückfinde und zudem schon lange keine tabletten mehr nehme... informieren kannst du dich unter http://www.kompetenznetz-depression.de/... eine absolut seriöse und vor allen dingen sehr hilfreiche seite...
nur mut!

Januarkind - 25. Feb, 22:54

Danke dir.

An Antidepressiva habe ich auch schon gedacht, denn ich ertrage mich selber nicht mehr.
Leider habe ich keine richtige Ahnung wie ich vorwärts komme und wo ich wann am besten aufgehoben bin.
der link wurde mir anderweitig auch schonmal gegeben und dort habe ich auch schon zwei Sachen gefragt!
Danke trotzdem.
Ich habe ehrlich gesagt etwas Angst davor, das die Antidepressiva dann mein Leben bestimmen und am ende die Kinder die Leidtragenden sind.
Ich werde aber mal zusehen das ich da etwas in gang bekomme.
Ich kann so jedenfalls nicht weiterleben..!
Melankomisch - 26. Feb, 11:17

Du musst wirklich keine angst vor antidepressiva haben... sie verändern nicht dein wesen (dein wirkliches wesen)... du fühlst dich einfach nur viel besser...deine kinder werden es mit sicherheit zu schätzen wissen wenn sie ne mutter haben, die sehrr viel mehr energie an den tag legt und langsam wieder anfängt das leben zu genießen... und nicht nur deine kinder...
detlevjanz_zik5037_ch - 26. Feb, 12:18

Detlev

hallo Depression ist eine Sprache von dir denke ich .ändern kannst es auch nur Du etwas . lange gebraucht es so weit kommen zu lassen . wirst es aber auch lange brauchen sie wieder los zu werten . denke professionelle Hilfe schadet da nicht .ich habe es auch erleben dürfen sprich Trennung versagen-sangst realitätsverlust zu sein .irgendwie kotzt mich selbstmitleid so an dass auch ich was an meiner Situation ändern möchte . ich denke nicht das dir meine kritik gefällt aber es hat mich gefreut Dampf abzulassen. detlevjanz@zik5037.ch

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